1225 Jahrfeier in Marlishausen

 
Erstmals wird Marlishausen 779 als "Martholtesheim" im Urkundenbuch des Klosters Fulda erwähnt.
Dass vor über 600 Jahren schon Menschen in der Region des heutigen Ortes Marlishausen lebten, ist durch Funde von Feuersteinklingen und – beilen bewiesen.
Marlishausen gehörte zum Längwitzgau und damit zum Herrschaftsbereich der Grafen Käfernburg-Schwarzburg, deren Rechte mit Urkunden aus den Jahren 1108 und 1147 belegt sind. Der Ort war Jahrhunderte lang von der Landwirtschaft geprägt. Auch die Handelsstraße von Nürnberg nach Erfurt verlief hier.
Später kam die Eisenbahn, damit wurde Marlishausen für Pendler interessant. Inzwischen hat der Ort Autobahnanschluss und ein großes Wohngebiet und Gewerbegebiet dazu bekommen, vorhanden sind auch eine Grundschule und ein Kindergarten. Der Ort ist jetzt auf etwa 1.160 Einwohner angewachsen.
In diesem Jahr gab es sogar gleich mehrere Jubiläen zu feiern:

885 Jahre Bestehen der Kirche St. Peter und Paul
80 Jahre Freiwillige Feuerwehr
70 Jahre Spielmannszug
30 Jahre Jugendfeuerwehr
10 Jahre Rettungshundestaffel
10-jähriges Bestehen der Einheitsgemeinde Wipfratal

Das Festprogramm gestaltete sich wie folgt:
  • Foto- und Bilderausstellung in der Gemeinde
  • Einweihung der Kirche
  • Feierliche Ratssitzung zur 1225- Jahrfeier Im Festzelt
  • Kinderfest des Kindergartens, der Schule, der Jugend und
    des Sportvereins mit abendlichen Fackelzug und Lagerfeuer
  • Empfang der Gäste aus Gutmadingen und Hausen/Wiesental
  • "Himmelfahrtsfest" am Festplatz
  • Vorführung der Feuerwehr anlässlich ihrer Jubiläen
  • Tanzveranstaltung mit TOPINN für die Jugend
  • Platzkonzert
  • Festumzug mit den Donaumusikanten, der Hebelmusik aus der Partnergemeinde Hausen im Wiesental, dem Schalmeienorchester Reinsdorf und dem Spielmannszug der FFw Marlishausen - danach Platzkonzert
  • Tanz mit den "Draxler Buam" aus Gutmadingen
  • Festgottesdienst in der Kirche
  • Frühschoppen

Der große Festumzug war natürlich der Höhepunkt der Festwoche in Marlishausen. Einen nostalgischen Steifzug aus Geschichte und Gegenwart boten die etwa 600 Mitwirkenden ihren staunenden Gästen. Das ganze Dorf war auf den Beinen, so schien es. Entweder als Mitwirkende beim Festumzug, als Helfer hinter den Kulissen oder als Interessierte, die die Straßen säumten und applaudierten. Nach dem Umzug drängelte sich alles auf dem Festplatz am neuen Feuerwehrgerätehaus. Dort drehte sich das Kinderkarussell, Buden waren aufgebaut und im Festzelt bog sich die Kuchentafel mit 60 leckeren Blechkuchen. Mit Festgottesdienst und Frühschoppen gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten dann zu Ende.
Ortsbürgermeister Hubert Schmidt war froh und erleichtert, dass das Fest einen guten Anklang fand. Denn ohne die vielen Helfer vom Ortschaftsrat, Feuerwehr, Sportverein, Sponsoren sowie weiteren Vereinen hätte die Festwoche nicht begangen werden können. Deshalb möchten wir es an dieser Stelle nicht versäumen, uns im Namen des Bürgermeisters, des Ortsbürgermeisters und des Festkomitees bei allen fleißigen Helfern und Mitwirkenden nochmals recht herzlich zu bedanken.

Visueller Rückblick

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